Heimatliebe

Stahle –
Eingangspforte des Corveyer Landes

O Eingangspforte – schon von altersher!
Östlichstes Dorf am Rande von Westfalen,
wie mußtest du in böser Zeit bezahlen:
Der Krieg der dreißig Jahre traf dich schwer!

Ach, 1632 blieb
kein Stein mehr auf dem andern, Feuer lohten –
Und immer wieder die Gefahren drohten –
Doch du ertrugest jeden harten Hieb.

O Eingangspforte an dem deutschen Fluß!
Hier die Westfalen, dort die Niedersachsen,
dem Welfenhause Braunschweig längst entwachsen –

Die Grenze wußte, Stahle, dich zu prägen –
Das Kloster Corvey gab dir seinen Segen –
Für immer gilt dir meines Herzens Gruß!

Heinz Mönkemeyer

Heimatdichter, * 30. März 1928, † 26. Dezember 2006

Bürgermeister von Stahle (bis zur Eingemeindung 1970), Ratsherr, Bezirksverwaltungsstellenleiter, Ortsheimatpfleger, Heimatdichter, Schriftsteller. Er war Ehrenmitglied der Hoffmann-von-Fallersleben-Gesellschaft, Träger der Ernst-Moritz-Arndt-Plakette (1993) und Inhaber des Ehrenamtspreises der Stadt Höxter (2004).

Gedicht aus dem Band „Stahler Sonette: Rückwärts blickend vorwärts schauen“ von Heinz Mönkemeyer. Veröffentlich 1996 vom MuNe-Verlag, Paderborn. ISBN: 3-9805505-1-6.

Freut euch jede Woche auf ein neues Gedicht!

 

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