Heimatliebe

Die Schule

Wo stand die erste „Schule“? Im Volhagen!
Doch „Schäilemesters Höis“ gibt es nicht mehr.
Auch fiel die „Backsteinburg“, so groß und schwer.
Nun haben die Historiker das Sagen.

„Jöhnstratens Ackerbürgerhaus“: Verschwunden!
Hier gingen Kinder lange ein und aus –
Am Alten Kirchweg wuchs ein neues Haus –
Und weiter ward gebaut, zentral gebunden.

„Schulzentrum“ heißt es heut – ganz modern.
Fünf Dörfer schicken ihre Mädchen, Jungen.
Für immer? – Noch ists Lärmen nicht verklungen.

Die Zeit mit alten Bänken scheint  so fern.
Wie mancher von uns hat darin gesessen! –
Die „Marterbänke“ werden nicht vergessen.

Heinz Mönkemeyer

Heimatdichter, * 30. März 1928, † 26. Dezember 2006

Bürgermeister von Stahle (bis zur Eingemeindung 1970), Ratsherr, Bezirksverwaltungsstellenleiter, Ortsheimatpfleger, Heimatdichter, Schriftsteller. Er war Ehrenmitglied der Hoffmann-von-Fallersleben-Gesellschaft, Träger der Ernst-Moritz-Arndt-Plakette (1993) und Inhaber des Ehrenamtspreises der Stadt Höxter (2004).

Gedicht aus dem Band „Stahler Sonette: Rückwärts blickend vorwärts schauen“ von Heinz Mönkemeyer. Veröffentlich 1996 vom MuNe-Verlag, Paderborn. ISBN: 3-9805505-1-6.

Freut euch jede Woche auf ein neues Gedicht!

Anmerkung:
Die Gemeinde Stahle verkaufte 1969 noch die große Backsteinschule Anno 1879 an der „Schulecke“ günstig an den Bund. Vom Erlös erhielt die Kath. Kirchengemeinde 80.000 Mark zur Anfinanzierung des neuen Kindergartens, 6.0000 Mark zur Herrichtung eines Klassenraumes für Grundschulkinder im Pfarrheim und 6.000 Mark für die Gestaltung des Kirchplatzes. – AM Alten Kirchweg war 1955 das erste Volksschulgebäude bezogen worden, also die Keimzelle der Grund schule und der Hauptschule für die Ortschaften, Stahle, Albaxen, Bödexen, Fürstenau und Lüchtringen, die es heute 2020 auch schon nicht mehr gibt.

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