Heimatliebe

Die Mariensäule

Maria – Magd und Mutter, Mittlerin!
In Stein gehauen sagt es alles aus –
Sie steht ganz nahe unsrem Gotteshaus
und weist uns auf des Dorfes Mitte hin.

Sie steht seit kurzem erst an diesem Orte:
in einer Zeit der Krisen, der Gefahr –
Maria, die uns immer Mutter war,
ist uns als Mittlerin die hehre Pforte.

Wir alle können durch die Pforte gehen,
bedingungslos mit ihr das Leben wagen –
Wer diese Mutter hat, muß nicht verzagen!

Symbolisch will sie dort am Wege stehn,
daß wir den Blick vertrauensvoll erheben –
Das „tote“ Erz, der Stein ist voller Leben!

Heinz Mönkemeyer

Heimatdichter, * 30. März 1928, † 26. Dezember 2006

Bürgermeister von Stahle (bis zur Eingemeindung 1970), Ratsherr, Bezirksverwaltungsstellenleiter, Ortsheimatpfleger, Heimatdichter, Schriftsteller. Er war Ehrenmitglied der Hoffmann-von-Fallersleben-Gesellschaft, Träger der Ernst-Moritz-Arndt-Plakette (1993) und Inhaber des Ehrenamtspreises der Stadt Höxter (2004).

Gedicht aus dem Band „Stahler Sonette: Rückwärts blickend vorwärts schauen“ von Heinz Mönkemeyer. Veröffentlich 1996 vom MuNe-Verlag, Paderborn. ISBN: 3-9805505-1-6.

Freut euch jede Woche auf ein neues Gedicht!

Anmerkung:
Die Mariensäule wurde von Pfarrer Blauschek im Hl. Jahr 1983 eingeweiht, und zwar zu Mariä Heimsuchung, unmittelbar vor der Lobeprozession zur Marienkapelle auf dem Feldberg. Dies Säule war von einigen wenigen Stahlern, die nicht genannt werden wollen, finanziert worden.

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